Schulentwicklungsplanung: Gemeinsame Initiative von SPD, CDU und FDP

15. November 2025

Emden – SPD, CDU und FDP haben sich bewusst zu einem parteiübergreifenden Arbeitsbündnis zusammengeschlossen, denn Emden braucht frische Impulse für die Schulentwicklung. Leitplanke unserer Arbeit war dabei, dass wir Emdens Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt der Betrachtung stellen, nicht die Parteilinien auf Landesebene. 

Der Verwaltungsvorschlag sieht eine XXL-IGS mit bis zu acht Parallelklassen vor. Das halten wir für den falschen Weg. Schon jetzt wachsen in Emden die Herausforderungen bei BES-Klassen und dem Umgang mit Schulabsentismus. Die Auszeichnung von drei Start-Chancen-Schulen im Stadtgebiet, weist auf herausfordernde Bedingungen hin. Eine immer größere Start-Chancen-IGS – zudem mit unklarem Raum- und Personalkonzept in der denkmalgeschützten Herrentorschule – kann ihrem eigenen didaktischen Anspruch nicht mehr gerecht werden. Auch die Rückläuferproblematik von Kindern, die das Gymnasium vorzeitig verlassen, ist in diesem Vorschlag noch nicht zufriedenstellend gelöst.

Vor diesem Hintergrund hinterfragen wir den Verwaltungsvorschlag konstruktiv-kritisch und möchten eigene Ideen umsetzen:

**Kleine Systeme stärken:** 

Aus der Praxis wissen wir, dass Beziehung und Halt der Schlüssel zum Lernerfolg sind. Das gelingt besser in kleineren Einheiten, besonders für Schüler mit hohem Unterstützungsbedarf. 

**Realschule Herrentor Dual einführen:** 

Eine Realschule Herrentor Dual schließt eine Angebotslücke in der Emder Schullandschaft und reduziert den Überlauf der IGS sowie die Rückläufer-Problematik der Gymnasien.

 **IGS stabil halten statt überdehnen:** 

Eine fünfzügige IGS bleibt leistungsfähig und kann ihre Stärken besser ausspielen als eine überladene XXL-Struktur. Wir stehen zur IGS und wollen sie am Standort Treckfahrtstief gezielt entwickeln. Aus unserer Sicht wäre es unverantwortlich, leistungsschwache Schüler in einem achtzügigen System mit zwei unterschiedlichen Standorten untergehen zu lassen.

**Borssum gezielt weiterentwickeln:** 

Durch Start-Chancen-Förderung schaffen wir dort einen starken, praxisnahen Standort mit klarer Orientierung und stärken das Schulformangebot in Emden weiter.

„Emden ist keine Großstadt – also braucht Emden auch keine Großstadtschule. In einer Schule mit acht Parallelklassen verliert sich ein Kind schneller als seine Mappe. Deswegen machen wir ein anderes Angebot und werben für politische Unterstützung. Damit verbunden ist für uns auch das Ziel, vergleichbare Bedingungen an allen Schulformen zu schaffen, damit Unterricht so stattfinden kann, wie es die Stundentafeln vorsehen.“, so die drei Fraktionsvertreter abschließend.

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